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Untergrombach NET
Freitag, 21.11.2008 Vogelschutz- und Zuchtverein 1957 UntergrombachKleine Pechvögel - Wie Waldkäuze von falscher Hilfe in Not gebracht werdenDer kleine Waldkauz war ein Pechvogel im wahrsten Sinne des Wortes. Spaziergänger hatten ihn im Pforzheimer Oststadtpark gefunden. Vermeintlich hilflos außerhalb des Nests. Sie nahmen ihn mit. Zwei Tage später landete er beim Naturschutzbund Pforzheim/Enzkreis. Der Experte dort war alarmiert und suchte im Park sofort nach den Eltern des Jungvogels. Denn: Waldkäuze füttern ihren Nachwuchs auch außerhalb des Nests. Wenn sie ihn finden. Im Fall des kleinen Vogels aus dem Oststadtpark kam die Hilfe jedoch zu spät. "Das Kerlchen war zum Waisen geworden." Der kleine Waldkauz musste in der Auswilderungsstation versorgt werden. Der NABU betreibt eine solche in Mössingen am Fuß der Schwäbischen Alb. Waldkäuze sind unsere häufigste Eulenart und mögen besonders Wälder am Stadtrand, Parks und Friedhöfe mit alten Bäumen. Von ihren Nöten mit gut gemeinter menschlicher Hilfe berichten wir deshalb jetzt, weil die Tiere schon im Februar und März auf Partnersuche waren und Nachwuchs nicht mehr lange auf sich warten lässt. Junge Waldkäuze klettern schön aus dem Nest, wenn sie noch nicht fliegen können. Deshalb werden sie immer wieder eingesammelt. Unnötigerweise, wie auch unser Vorstand Andreas Brekl sagt: "Eine Rettungsaktion benötigen diese Vögel meist nicht."„ Wer bei einem Spaziergang die piepsenden Jungvögel findet, sollte vorbeigehen und sie nicht stören. Einzige Ausnahme: Auf der Straße sitzende junge Käuze sollte man ins nächste Gebüsch oder in eine Baumgruppe setzen. Die Vogeleltern würden weiter füttern, sobald diä -Störung Mensch verschwunden ist,- so Vorstand Brekl. Er selbst hat dies einmal erlebt. Er brachte ein vermeintliches Findelkind an den Fundort zurück - und die Eltern ketten wieder. schn. |