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Donnerstag, 20.11.2008
Verein für Umwelt- und Naturschutz Untergrombach e.V.25 Jahre Amphibienschutz in Untergrombach Vom
Massensterben der Frösche zur dauerhaften Tunnellösung
Naturschutzverein präsentiert am 19. April bei Führung
den Werdegang seiner Maßnahmen / Weitere Veranstaltungen zum
Jubiläumsjahr geplant
Bruchsal-Untergrombach (tam).
Vor 25 Jahren, anfangs der achtziger Jahre, waren Massensterben von
Amphibien auf der Bundesstraße 3 in Richtung Weingarten
alljährlich beim ersten warmen Frühlingsregen an der
Tagesordnung. Anlass genug für einige Untergrombacher Bürger,
sich zu engagieren für die Verbesserung des Lebensraums der
sprichwörtlichen „Grombacher Frösche“. Mit
Unterstützung durch die Stadt Bruchsal wurde zunächst das
nach dem Zweiten Weltkrieg als Müllplatz genutzte ehemalige
Feuchtgebiet „Eisweiher“ von Schutt und Abfall befreit
und aufwändig renaturiert – und stellt heute wieder ein
intaktes Feuchtbiotop dar.
Dieses Anliegen sowie der konkrete
Schutz der Frösche und Kröten entlang der B 3 waren 1983
die entscheidenden Gründungsimpulse des örtlichen Vereins
für Umwelt und Naturschutz. Verteilt über das Jahr 2008
wird der Verein daher aus Anlass seines 25-jährigen Bestehens
die Ursprünge und seitherigen Erfolge seiner Arbeit in einigen
öffentlichen Veranstaltungen präsentieren.
Den Anfang macht am Samstag, den 19.
April um 15 Uhr ein Ortstermin an der B 3 mit Führung rund um
das Thema „Amphibienschutz“. Treffpunkt ist der Parkplatz
zwischen Untergrombach und Weingarten, etwa 1 Kilometer südlich
des Untergrombacher Ortsausgangs. Alle Naturfreunde,
Amphibienschützer und am Thema Interessierten sind zu dieser
kostenfreien Begehung herzlich eingeladen (Infos: Tel. 07257/1477,
Regine Carl). Bei Dauerregen entfällt die Aktion.
Wo früher aufgrund fehlender
Einrichtungen die Tiere auf dem Asphalt verendeten, stellen die
Vereinsaktiven insgesamt vier „Generationen“ von
Schutzmaßnahmen vor, die im vergangenen Vierteljahrhundert
Verwendung fanden: Vom schlichten Drahtgeflecht über zwei Arten
von Folienzaun mit Fangkästen bis hin zur fest installierten
Leiteinrichtung aus Beton mit Tunneldurchgang – die gewiss
professionellste, freilich auch aufwändigste Form des
Amphibienschutzes. Die Geschichte dieser Leiteinrichtung – die
erste überwiegend privat finanzierte Anlage in ganz Deutschland,
entstanden zwischen 1999 und 2005 – steht dabei ebenso im
Mittelpunkt wie die große Artenvielfalt, die den Schutz dieser
Tiere am Übergang zwischen Kraichgau und Oberrheinebene so
dringend erforderlich macht.
Für weitere Fragen bezüglich der Nachrichten fragen Sie bitte direkt beim betreffenden Verein nach oder besuchen dessen Homepage.
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