|
|
Untergrombach NET
Dienstag, 06.01.2009 Vogelschutz- und Zuchtverein 1957 UntergrombachUngewisse Zukunft für VögelDer NABU und der Landesbund für Vogelschutz in Bayern (LBV) begrüßen die Veröffentlichung des Klimaatlasses der europäischen Brutvögel, der jetzt in Brüssel vorgestellt wurde. Dieses Werk ist ein Meilenstein für das Verständnis potenzieller Auswirkungen des Klimawandels auf die Natur. NABU und LBV fordern jetzt Bund und Länder auf, nicht nur die Emission der Treibhausgase drastisch zu senken, sondern auch den Schutz der biologischen Vielfalt deutlich zu verbessern. Bei aller Vorsicht, die naturgemäß bei einer solchen Studie angebracht ist, scheint soviel sicher: Unsere Vogelwelt wird sich durch den Klimawandel verändern. Der Naturschutz muss deshalb schon heute die richtigen Weichen stellen. Der Studie nach wird das Klima im Verlauf des 21. Jahrhunderts viele Vogelarten dazu zwingen, in andere Gebiete zu wandern. Für einige Arten wird dies allerdings schwierig sein. In Verbindung mit anderen Gefährdungsfaktoren erhöht sich ihr Risiko, in Europa auszusterben. Die auf Klimamodellen fußende Studie sagt voraus, dass sich Brutgebiete der Vögel um etwa 550 Kilometer nach Nordosten verlagern und um 20 Prozent schrumpfen werden, wenn wirksame Sofortmaßnahmen gegen den Klimawandel ausbleiben. Manche Arten könnten bis zum Jahr 2100 vollständig aus ihren heutigen Brutgebieten verschwinden. Die größten Verluste drohen arktischen und alpinen Arten sowie Vögeln der Iberischen Halbinsel. Für einige Arten, die nur punktuell in Europa vorkommen, könnte der Klimawandel das Aus bedeuten. Doch nicht allein die Veränderungen von Temperatur und Niederschlag werden darüber entscheiden, ob Vogelarten tatsächlich noch geeignete Lebensräume vorfinden werden. Entscheidend wird sein, ob die neuen Klimazonen von den Vögeln erreicht werden können und ob künftige Vegetationen und Landnutzungen in potenziellen Verbreitungsgebieten eine Ansiedlung überhaupt ermöglichen. schn |