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Untergrombach NET
Donnerstag, 20.11.2008 Vogelschutz- und Zuchtverein 1957 UntergrombachAmselhähne müssen jetzt singen und kämpfenDie Amselhähne müssen jetzt ihr Revier abstecken, um ein Amselweibchen von sich und ihren Ernährungsqualitäten zu überzeugen. Sie flöten morgens und abends von exponierten Stellen wie Dachgiebeln, Fernsehantennen oder Baumwipfeln aus. Oder sie drohen und kämpfen mit ihren Rivalen am Boden. Trotz heftiger Kabbeleien verletzten sie sich aber kaum ernsthaft. Manchmal muss ein gelber Krokus dran glauben. Die immer wieder beobachteten Verwüstungen in Krokusrabatten gehen oft auf das Konto von Amsel-Revierstreitigkeiten. Am häufigsten erwischt es dottergelb blühende Krokusse. Liegt ein solches Krokussbeet im Grenzbereich von Amselrevieren, reizen die gelben Blüten die Amselhähne und sie reagieren ihre Aggression an den Blumen ab. Aufblühende Krokusse ähneln dem gelb-orangfarbenen Schnabel eines potenziellen Konkurrenten. Vor 200 Jahren waren Amseln noch scheue Waldvögel. Heute besiedeln sie Städte, Gärten und Parkanlagen. Auch Kohl- und Blaumeisen, Grünfinken, Dompfaffen und Singdrosseln besetzen im Frühling die Brutreviere. Auch hier melden nun die Männchen mit ihren Gesängen den Anspruch auf ein Territorium an. Mit dem morgendlichen Zwitscherkonzert läuten sie die Balz- und Fortpflanzungsperiode ein. Weniger Sanges- begabte wie Mäusebussarde oder Turteltauben tun dies mit eindrucksvollen Schau- und Balzflügen. schn |